Tipps von der Deutsch-Expertin
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  • Zeichensetzung bei direkter Rede

    Geschrieben am 12. August 2009 Dagmar Jenner 7 Kommentare

    Gestern schlug mir eine Kollegin vor, mal einen Beitrag zur Zeichensetzung bei direkter Rede zu schreiben. Sehr gerne - hier die wichtigsten Regeln:

    Ganz allgemein kann gesagt werden, dass, wenn der Satz nach der direkten Rede weitergeht,  immer ein Komma zu stehen hat. Falls der direkte wiedergegebene Satz einen Punkt enthält, so entfällt dieser:
    Die Übersetzerin sagte: “Der Preis ist nicht verhandelbar”, und lächelte freundlich.

    Wenn der direkt wiedergegebene Satz aber ein Ruf- oder Fragezeichen enthält, wird es beibehalten und hinter dem Anführungszeichen ein Komma gesetzt, also so:
    “Bleib sofort stehen!”, rief sie.
    “Kommst du morgen wieder?”, fragten die Kinder den Nikolaus.

    Wenn der Satz nach der direkten Rede aufhört, steht das Satzzeichen immer innerhalb der Anführungszeichen:
    Er sagte: “Heute wird ein warmer Tag.”

    Endet die direkte Rede mit einem Ruf- oder Fragezeichen, steht danach kein abschließender Punkt:
    Wir schrien: “Pass auf!”
    Ich dachte:  “Woher soll ich das wissen?”

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    Antworten zu “Zeichensetzung bei direkter Rede” RSS Icon

    • Google hat mich hierher geleitet und ich habe gleich genau das gefunden, was ich gesucht habe. Besten Dank!

    • Die Seite gefällt mir sehr gut! Sehr einfach, sehr informativ!!!
      Besten Dank!

    • Danke an euch beide und auf baldiges Wiederlesen!

      LG
      Dagmar

    • Kai Eisenblätter

      Hallo,
      mit diesem Beitrag wurden (fast) alle meine Fragen beantwortet.
      Vielen Dank dafür!

      Aber wie funktioniert das mit den Sätzen, wo die Person mit sich selber redet.

      Beispiel letzter Satz aus dem Beitrag:
      Original –>Ich dachte: “Woher soll ich das wissen?”

      Mein Fall –>Woher soll ich das wissen, dachte ich.
      Optional: –>Woher soll ich das wissen, fragte sie sich.

      Meine Frage –> Werden in diesem Fall Anführungszeichen und Fragezeichen gesetzt?

      Ich freue mich auf Eure Antworten.
      Ciao

    • Hallo, finde es toll was ich hier lese. Ich ging allerdings immer davon aus, dass bei einer direkten Rede im Text, die Anführungszeichen am Anfang unten gesetzt würden und nur am Schluß des Satzes oben stehen. Leider kann ich das hier und in meinen Schreiben nicht umsetzen. Liegt das nun generell am Programm, wenn ja bitte um HILFE , oder ber weil es in der jetzigen Rechtschreibung sowohl zu Beginn als auch am Ende des Satzes die Zeichen oben sind?

      So und jetzt bin ich mal auf ne Antwort gespannt!!!

    • Hallo Heinz,

      wie Recht du doch hast! Ja, das erste Anführungszeichen muss unten stehen und das abschließende Anführungszeichen oben. Bei den Kommentaren klappt das hier leider nicht (liegt am System), aber mittlerweile weiß ich, wie ich die “richtigen” Anführungszeichen in meine Blog-Beiträge reinkriege :)

      Schöne Grüße
      Dagmar

    • Hallo, ich frage mich, nach dem ich längerer Zeit immer mal wieder vorbeischaute: Ist die vor schon längerer Zeit von Kai Eisenblätter gestellte Frage so schwer zu beantworten, dass hier kein Feedback mehr dazu kam? Oder ist die Frage vielleicht zu banal, dass sie sich von selbst beantwortet?

      Ich bin jedenfalls auf zwei Beispiele aus zwei verschiedenen Publikationen gestoßen, die ich hier anführen möchte:

      1) mit einfachen Anführungsstrichen: (in I. Némirovskys “Jesabel”, Knaus)
      Sie dachte: ‘Wenn alles vorbei ist, werde ich sie mitnehmen.’
      oder: ‘Sie werden es mir wegnehmen’, dachte sie.

      2) ohne Anführungsstriche: (A. Moravia “Ach, die Frauen”, Wagenbach)
      Da hat sie doch die Decke bekleckst! dachte ich, räumte die Sachen weg und … — nach der neuen Rechtschreibung würde allerdings hinter dem Ausrufezeichen ein Komma stehen!

      Hierbei bestätigt sich, was mir auch häufig zu Anwendung zu kommen scheint: Man kann solche als innere Monologe oder Gedanken gesprochenen Sätze mit oder ohne Anführungszeichen setzen, Hauptsache ist, dass man sich durchgängig in einem Text daran hält. Die Ausrufe- oder Fragezeichen bleiben bestehen, sofern es sich um eine Exklamation oder eine Frage handelt.

      Es scheinen keine konkreten Regeln dazu zu geben …
      Grüße, Petra


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