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Zeichensetzung bei direkter Rede
Geschrieben am 12. August 2009 7 KommentareGestern schlug mir eine Kollegin vor, mal einen Beitrag zur Zeichensetzung bei direkter Rede zu schreiben. Sehr gerne - hier die wichtigsten Regeln:
Ganz allgemein kann gesagt werden, dass, wenn der Satz nach der direkten Rede weitergeht, immer ein Komma zu stehen hat. Falls der direkte wiedergegebene Satz einen Punkt enthält, so entfällt dieser:
Die Übersetzerin sagte: “Der Preis ist nicht verhandelbar”, und lächelte freundlich.Wenn der direkt wiedergegebene Satz aber ein Ruf- oder Fragezeichen enthält, wird es beibehalten und hinter dem Anführungszeichen ein Komma gesetzt, also so:
“Bleib sofort stehen!”, rief sie.
“Kommst du morgen wieder?”, fragten die Kinder den Nikolaus.Wenn der Satz nach der direkten Rede aufhört, steht das Satzzeichen immer innerhalb der Anführungszeichen:
Er sagte: “Heute wird ein warmer Tag.”Endet die direkte Rede mit einem Ruf- oder Fragezeichen, steht danach kein abschließender Punkt:
Wir schrien: “Pass auf!”
Ich dachte: “Woher soll ich das wissen?”Allgemein, Kommasetzung/Beistrichsetzung Anführungszeichen, direkte Rede, Fragezeichen, Komma, Punkt, Rufzeichen, Satzzeichen bei direkter RedeWenn Sie meine Beiträge gut finden und der Meinung sind, dass kostenlos zur Verfügung gestellter, qualitativ hochwertiger Content honoriert werden soll, können Sie per Mausklick über Flattr einen kleinen Beitrag in meine Serverkasse fließen lassen. Vielen Dank dafür! Für weitere Informationen klicken Sie hier ...
Antworten zu “Zeichensetzung bei direkter Rede”

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Google hat mich hierher geleitet und ich habe gleich genau das gefunden, was ich gesucht habe. Besten Dank!
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Simone 16. April 2011 um 15:17
Die Seite gefällt mir sehr gut! Sehr einfach, sehr informativ!!!
Besten Dank! -
Kai Eisenblätter 23. April 2011 um 09:10
Hallo,
mit diesem Beitrag wurden (fast) alle meine Fragen beantwortet.
Vielen Dank dafür!Aber wie funktioniert das mit den Sätzen, wo die Person mit sich selber redet.
Beispiel letzter Satz aus dem Beitrag:
Original –>Ich dachte: “Woher soll ich das wissen?”Mein Fall –>Woher soll ich das wissen, dachte ich.
Optional: –>Woher soll ich das wissen, fragte sie sich.Meine Frage –> Werden in diesem Fall Anführungszeichen und Fragezeichen gesetzt?
Ich freue mich auf Eure Antworten.
Ciao -
Heinz 22. August 2011 um 19:14
Hallo, finde es toll was ich hier lese. Ich ging allerdings immer davon aus, dass bei einer direkten Rede im Text, die Anführungszeichen am Anfang unten gesetzt würden und nur am Schluß des Satzes oben stehen. Leider kann ich das hier und in meinen Schreiben nicht umsetzen. Liegt das nun generell am Programm, wenn ja bitte um HILFE , oder ber weil es in der jetzigen Rechtschreibung sowohl zu Beginn als auch am Ende des Satzes die Zeichen oben sind?
So und jetzt bin ich mal auf ne Antwort gespannt!!!
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Hallo, ich frage mich, nach dem ich längerer Zeit immer mal wieder vorbeischaute: Ist die vor schon längerer Zeit von Kai Eisenblätter gestellte Frage so schwer zu beantworten, dass hier kein Feedback mehr dazu kam? Oder ist die Frage vielleicht zu banal, dass sie sich von selbst beantwortet?
Ich bin jedenfalls auf zwei Beispiele aus zwei verschiedenen Publikationen gestoßen, die ich hier anführen möchte:
1) mit einfachen Anführungsstrichen: (in I. Némirovskys “Jesabel”, Knaus)
Sie dachte: ‘Wenn alles vorbei ist, werde ich sie mitnehmen.’
oder: ‘Sie werden es mir wegnehmen’, dachte sie.2) ohne Anführungsstriche: (A. Moravia “Ach, die Frauen”, Wagenbach)
Da hat sie doch die Decke bekleckst! dachte ich, räumte die Sachen weg und … — nach der neuen Rechtschreibung würde allerdings hinter dem Ausrufezeichen ein Komma stehen!Hierbei bestätigt sich, was mir auch häufig zu Anwendung zu kommen scheint: Man kann solche als innere Monologe oder Gedanken gesprochenen Sätze mit oder ohne Anführungszeichen setzen, Hauptsache ist, dass man sich durchgängig in einem Text daran hält. Die Ausrufe- oder Fragezeichen bleiben bestehen, sofern es sich um eine Exklamation oder eine Frage handelt.
Es scheinen keine konkreten Regeln dazu zu geben …
Grüße, Petra
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Klaus Thenmayer 27. Januar 2011 um 13:00