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Wozu taugt der Gedankenstrich?
Geschrieben am 9. April 2010 3 KommentareWidmen wir uns heute einem Satzzeichen, das zunehmend in Vergessenheit gerät, obwohl es sehr schöne Möglichkeiten der Satzstrukturierung bietet. Willkommen in der Welt des Gedankenstrichs!
Laut Duden ist der Gedankenstrich ein “stärkeres” Satzzeichen als etwa Komma oder Doppelpunkt.
Der einfache Gedankenstrich wird etwa zur Signalisierung einer Pause, eines Gedankenwechsels mitten im Satz oder zur Verstärkung eines abschließenden Satzteils verwendet:
Warte mal – es fällt mir gleich ein.
Da hilft nur noch eins – sofort operieren!
Er sagte kurzfristig ab – einfach per E-Mail.
Dann gibt es noch den so genannten “paarigen” Gedankenstrich, also den Gedankenstrich im Doppelpack. Er dient zur Abgrenzung eingeschobener Sätze oder Satzteile.
Ihre Forderung – wir sagen es nochmals – finden wir unverschämt.
Dieses Buch – das wohl beste dieser Autorin – wurde in 17 Sprachen übersetzt.Achtung: Wenn der Einschub am Ende ein Komma enthält, so entfällt dieses:
Manche Tiere – etwa Junia, meine Katze – sind sehr anhänglich.
Aber: Manche Tiere, etwa Junia, meine Katze, sind sehr anhänglich.Andere Satzzeichen wiederum bleiben bei Einschüben zwischen Gedankenstrichen erhalten:
Mein Bruder – du hast ihn doch kennen gelernt? – macht gerade Urlaub.
Er will – leider! – nicht nach Wien reisen.
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Antworten zu “Wozu taugt der Gedankenstrich?”

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Verzeihen Sie, aber im Beispiel “Manche Tiere – etwa Junia, meine Katze – sind sehr anhänglich.” entfällt das der Katze nachgestellte Komma doch nur, weil sie dem schließenden Teil des paarigen Gedankenstrichs entspricht, und nicht weil es im Einschub enthalten ist. Genausogut hätten Sie schreiben können, dass das Komma vor “etwa” auch entfällt.
Irre ich mich da etwa? Ich lasse mich gern eines Besseren belehren.
Jamie
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Wieder ein klasse Beitrag. Ich war so frei, deine treffende Definition von “Gedankenstrich” in Twick.it zu zitieren. (Zum Ansehen einfach auf den WWW-Link klicken)
Vielleicht fällt einem Leser ja noch eine bessere Formulierung ein. Wird aber nicht leicht
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Jamie 9. April 2010 um 13:44