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Zeit für den AufschwungKredit?
Geschrieben am 20. August 2010 8 KommentareDie Bank Austria, die ja bezeichnenderweise zur UniCredit gehört, wirbt in großen österreichischen Tageszeitungen für einen AufschwungKredit. Was bitte soll das? Was ist gegen einen Aufschwung-Kredit oder einen Aufschwungkredit einzuwenden? AufschwungKredit liest sich wohl für die diejenigen, die sich diesen Blödsinn ausgedacht haben, irgendwie schnittiger. Für mich liest es sich einfach nur blöde. Abgesehen davon, dass Großbuchstaben mitten im Wort nicht, wie das so schön heißt, regelkonform sind, weshalb der Duden auch das Gendern à la MitarbeiterInnen ablehnt. Während ich selbstverständlich für die Sichtbarmachung von Frauen in der einen oder anderen Form bin, halte ich Schöpfungen wie AufschwungKredit für doof und entbehrlich. Wie geht es euch damit?
Was mich in letzter Zeit auch sehr nervt, ist die Verwendung möglichst exotischer Satzzeichen an völlig unpassenden Stellen, wahrscheinlich aus der gleichen Überlegung heraus, dass sich das Ergebnis zeitgemäßer liest. Auch das finde ich unsinnig. Beispielsweise wohne ich hier im <kabelwerk>. Bitte nicht im Kabelwerk, sondern im <kabelwerk> mit spitzen Klammern. Als ob es nicht außergewöhnlich genug wäre, am Areal einer ehemaligen Kabelfabrik zu leben! Ich plädiere dafür, Satzzeichen dort zu verwenden, wo sie hingehören, insbesondere Kommas, aber ansonsten die Finger davon zu lassen.
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Antworten zu “Zeit für den AufschwungKredit?”

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Diese Satzzeichenwut finde ich allerdings auch seltsam. Großbuchstaben mitten im Wort sind in ca. 90% aller Fälle einfach nur unsinnig. Das Binnen-I halte ich allerdings für eine Ausnahme und die eleganteste Lösung, wenn es darum geht, Frauen sichtbar zu machen.
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Hallo Stephensken,
ein schneller Blick in den Duden verrät dir, dass beide Pluralformen möglich sind: Kommas und Kommata.
Dagmar
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Stephensken 25. August 2010 um 10:04
Ok, das ist das seit der letzten Rechtschreibreform so?
Wurde da selbst immer verbessert und hatte mich gerade dran gewöhnt!
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Soweit ich weiß, war das schon immer so. Ich habe hier auch einen alten Duden aus dem Jahre 1980, in dem auch beide Pluralformen angeführt werden.
Schöne Grüße
Dagmar -
Hallo!
Als Architektur Student stolpere ich stängdig über die oben genannten Schreibweisen. Meine Arbeit innerhalb des Studiums beschäftigt sich zu 90% mit dem Entwurf von Gebäuden. Die Umsetzung erfolgt graphisch in Form von Skizzen, Zeichungen, Collagen etc…die per Hand oder Computer angefertigt werden.
Es hat sich sowohl bei den Studenten, als auch bei den Professoren und Assistenten etabliert, dass besondere Begriffe durch eine besondere Schreibweise hervorgehoben werden. Die oben genannte Art von einem Großbuchstaben in der Mitte ist besonders beliebt;-) Dazu kommen noch viele weitere Kombinationen von Groß- und Kleinschreibung….
Ich muß sagen, dass ich persönlich dieses Spiel mit der Sprache und dem Schriftbild sehr interessant finde. Das oben genannte ist ein gutes Beispiel. Ich denke, dass es durch die Schreibweise zu eine Art Logo wird. Es geht dabei meiner Meinung nach nicht darum es “richtig” zu schreiben.
Ich benutze Schrift auch zur Darstellung von Konzepten für Gebäudeentwürfe. Man kann Zusammenhänge verdeutlichen und durch die Schreibweise verschiedene Prioritäten setzen.
Ich freue mich eigentlich, wenn ich im Alltag solchen “Abweichungen von der Norm” begegne! AufschwungKredit spricht mich nicht an, was aber auch an dem fehlenden Kontext liegen kann. Bei hat man zumindest eine Verbindung zur Vergangenheit, was ich bei der Umnutzung von alten Industrieflächen sehr schön finde!
Ich möchte aber sagen, dass ich Ihre Verwunderung über solche Schreibweisen trotzdem sehr gut nachvollziehen kann. Ich habe auch Kommilitonen, die von solchen Schreibweisen ebenfalls nichts halten. Da ist dann auch jeder Großbuchstabe an der richtigen Stelle….
Ich denke es kommt im Endeffekt auf den Kontext an. Die Verwendung für die Bezeichnung eines Ortes finde ich ok….ob eine seriöse Bank damit auf sich Aufmerksam machen sollte, finde ich fraglich;-)
PS: Ich entschuldige mich im vorraus für Rechtschreibfehler, falsch gesetze Kommata und andere sprachliche Entgleisungen.
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Hallo Frau Jenner,
vor geraumer Zeit hatten wir bereits einen Gedankenaustausch gehabt. Heute möchte ich Sie fragen, wie Sie dazu stehen, dass Zeitungen immer mehr Umgangsdeutsch verwenden. Ich hatte eine Zeitung angeschrieben, die verwendeten das Wort kaputt. Würde ich in einer Unterhaltung auch verwenden, nicht jedoch in einem Artikel, schon gar nicht in einer Zeitung. Ich möchte Sie einladen, einmal folgende Seite anzuschauen:
http://alles-lausitz.de/20740_kaputte-bahnstrecke-gorlitz%E2%80%93hagenwerder-ist-tabu.html#comment-1654Hier habe ich einen regen Gedankenaustausch mit anderen Lesern gehabt. Ich konnte aber nicht überzeugt werden, von meiner Meinung abzurücken. Nun bin ich gespannt auf Ihre Meinung oder auf Meinungen anderer Leser dieses Blogges.
Herzliche Grüße
Hermann Schwiebert
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Ben 22. August 2010 um 14:03