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Das Duo “weder/noch”
Geschrieben am 4. Juli 2011 7 KommentareHeute las ich in der Zeitung ausnahmsweise mal eine korrekte Kommasetzung:
Weder dementieren wir das, noch bestätigen wir es.
Allerdings: Der Satz wäre genauso richtig gewesen, wenn da kein Komma gestanden wäre. Warum?
In diesem Fall haben wir es mit der Verbindung von zwei Hauptsätzen zu tun. Das Komma vor noch ist optional. Richtig ist also auch die folgende Schreibweise:
Weder dementieren wir das noch bestätigen wir es.
Mir gefällt die Lösung mit Komma viel besser, weil dadurch der Satz strukturierter und besser lesbar wirkt.
Anders verhält sich das Ganze, wenn das Duo weder/noch als so genannte mehrgliedrige Konjunktion aufgezählte Satzteile verbindet:
Ich habe weder Hunger noch Durst.
Er kann weder rechnen noch rechtschreiben.
Bei den oben genannten Beispielen wäre ein Komma vor noch wohlgemerkt falsch.Wenn eine Aufzählung mit weder/noch nachgestellt ist, muss vor weder ein Komma stehen.
Ich brauche nichts, weder etwas zu essen noch etwas zu trinken.
Er kann nichts, weder rechnen noch rechtschreiben.Wenn Sie meine Beiträge gut finden und der Meinung sind, dass kostenlos zur Verfügung gestellter, qualitativ hochwertiger Content honoriert werden soll, können Sie per Mausklick über Flattr einen kleinen Beitrag in meine Serverkasse fließen lassen. Vielen Dank dafür! Für weitere Informationen klicken Sie hier ...
Antworten zu “Das Duo “weder/noch””

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“Der Satz wäre genauso richtig gewesen, wenn da kein Komma gestanden wäre.”
Hört sich nicht richtig an! Ich würde bevorzugen:
“Der Satz wäre genauso richtig gewesen, wenn da kein Komma gestanden hätte.” -
Stephensken 7. Juli 2011 um 14:48
Was soll mir das jetzt sagen? Ist es in Österreich richtiger? Oder ist es auch in Deutschland erlaubt und ich bin auf dem Holzweg? -
Richtiger würde ich nicht sagen, aber richtig in jedem Fall. Für meine Ohren klingt die andere Variante gewöhnungsbedürftig. Wir sehen wieder einmal, dass uns nichts trennt, mit Ausnahme der gemeinsamen Sprache
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Nicht nur in Österreich, sondern im gesamten süddeutschen Sprachraum klingt die „hätte“-Variante gewöhnungsbedürftig.
Der Zwiebelfisch ist einmal auf die unterschiedliche Verwendung von „gestanden haben“ und „gestanden sein“ eingegangen (http://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/0,1518,346929,00.html). Schön finde ich das Beispiel am Ende des Artikels: „Erst hat er gestanden, dann hat er gesessen“ – was im süddeutschen Sprachraum wohl eher so verstanden wird: „Erst hat er ein Geständnis abgelegt, dann war er im Gefängnis.“
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Stephensken 8. Juli 2011 um 08:54
Es stimmt, dass man in Süddeutschland meistens “ist gestanden” statt “hat gestanden” hört, aber deswegen muss es ja nicht gleich richtig sein. Auch wenn es sich vielleicht sogar schöner anhört.
Ich habe es mal so gelernt:
Bei Verben der Bewegung (von oder zu einem Ort) wird mit “sein” gebildet. Ausnahmen dann, wenn das Verb ein Akkusativ-Objekt bei sich hat. Beispiel: Er hat das Auto in die Garage gefahren. -
Stephensken 8. Juli 2011 um 08:55
Dagmar, das wäre doch mal ein Thema für Dich, falls Du es nicht schon irgendwo mal erklärt hast!
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Stephensken 7. Juli 2011 um 12:37