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O.K., wie schreibe ich o.k.?
Geschrieben am 1. August 2011 5 KommentareMein immer wieder lesenswertes „Lexikon der populären Sprachirrtümer” verrät mir, dass der Ursprung von O.K. keineswegs bei Oberkommando zu suchen ist. Die Überlieferung besagt, dass ein im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg kämpfender deutscher General seine Dokumente mit dem Kürzel O.K. abgestempelt habe.
Weitere Mythen rund um die Entstehung von O.K., die sich allesamt als falsch erwiesen haben: O.K. als telegrafisches Signal für Open Key ( = empfangsbereit), O.K. als indianisches okeh mit der Bedeutung von ja, O.K. als Abkürzung der Keksfabrik O. Kendall & Sons sowie O.K. als Abkürzung für den deutschen Qualitätsinspektor Oskar Kandler (der manchmal auch Oskar Kleinschmidt, Oskar Krummbein etc. genannt wird), der mit seinem Stempel die von ihm für gut befundenen Waren gekennzeichnet haben soll.
In Wirklichkeit ist laut den Autoren des erwähnten Lexikons O.K. als Kurzform des verballhornten englischen Ausdrucks all correct entstanden. Derartige Abkürzungen von bewusst falsch geschriebenen englischen Wörtern waren in den USA um 1840 angeblich groß in Mode, etwa auch K.Y. für *Know yuse = nutzlos. Die meisten dieser Verballhornungen verschwanden schnell wieder von der Bildfläche; O.K. aber erfreut sich bis heute großer Beliebtheit.
Nun, da wir den Ursprung geklärt haben, wenden wir uns der korrekten Schreibweise zu. Im Englischen muss es OK oder O.K. heißen, wobei Ersteres im Deutschen nicht erlaubt ist. Die beiden korrekten Schreibweisen im Deutschen sind O.K. sowie o.k. Also entweder alles großgeschrieben oder alles kleingeschrieben und jeweils ein Punkt nach jedem Buchstaben. Wer die Regel mal nicht im Kopf hat, kann sich auch für okay entscheiden.
Großgeschrieben wird natürlich, wenn etwa ein vorangestellter Artikel, Possessivpronomen oder ein ebensolches Adjektiv auf eine Substantivierung hinweisen:
Die Chefin gab ihr Okay/O.K. für den Kauf eines neuen Computers.
Von keiner der Parteien kam ein klares Okay/O.K.Übrigens, nicht vergessen: Zwischen den beiden Buchstaben muss ein so genanntes halbes Leerzeichen stehen. In Word geht das ganz einfach: Steuerung + Umschalttaste+ Leertaste. Hier in der Blog-Software leider nicht, weshalb dieser Beitrag leider ohne halbe Leerzeichen auskommen muss.
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Antworten zu “O.K., wie schreibe ich o.k.?”

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…zwischen den beiden Buchstaben steht aber, wenn man deiner Erläuterung folgt, ein Punkt….
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Zum Thema halbes Leerzeichen in der Blog-Software: Ich vermute, dein Blog / deine Blog-Software bietet die Möglichkeit auch HTML direkt einzufügen. HTML bietet laut http://www.w3.org/MarkUp/html3/specialchars.html: “The character entities and denote an en space and an em space respectively, where an en space is half the point size and an em space is equal to the point size of the current font.” mit der speziellen HTML-Folge “ ” sehr wohl Möglichkeit eines halben Leerzeichens.
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… mehr noch bietet die Blog-Software die spezielle HTML-Folge auch in den Kommentaren einzufügen, so dass sie nicht angezeigt wird. Gemeint war  
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Hallo Frau Jenner,
welche Regeln für Groß- und Kleinschreibung herrschen eigentlich im Wortinneren von Abbreviaturen? Gibt es überhaupt strikte Regeln?
Eine Faustregel könnte sein: Der abkürzende Buchstabe wird großgeschrieben, wenn das abgekürzte Wort als Substantiv verwendet wird, in allen anderen Fällen wird es kleingeschrieben.
Allerdings entspricht die übliche Abkürzungspraxis häufig nicht dieser Regel: “Größter anzunehmender Unfall” wird üblicherweise entweder mit “GAU” oder mit “Gau” abgekürzt, aber nie mit “GaU”.
Wie muss es denn richtig heißen?
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Walther 1. August 2011 um 12:30