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Adjektive aus Eigennamen: Kleinschreibung
Geschrieben am 26. Oktober 2009 Keine KommentareAnschließend an meinen letzten Beitrag geht es diesmal darum, wie Adjektive geschrieben werden, die auf Eigennamen basieren und auf -(i)sch enden.
Hier gab es früher eine kuriose Regelung, auf die ich nicht näher eingehen möchte. Seit der neuen deutschen Rechtschreibung ist die Angelegenheit vergleichsweise einfach: Das entsprechende Adjektiv wird kleingeschrieben, also z.B.
das foucaultsche Pendel, das ohmsche Gesetz, die mendelschen Regeln, die schillerschen Balladen, die grimmschen Märchen, eine freudsche Fehlleistung.
Wenn die Verbindung zwischen Adjektiv und Substantiv aber als feste Verbindung hervorgehoben werden soll, darf das Adjektiv auch großgeschrieben werden:
die Grimm’schen Märchen, das Ohm’sche Gesetz.
Wichtig: Hier muss die Nachsilbe mit einem Apostroph abgetrennt werden.Wenn Ihnen das zu kompliziert ist, sind Sie mit der oben angeführten Kleinschreibung aber sowieso immer auf der sicheren Seite.
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Von Leitenden Direktoren und Regierenden Bürgermeistern
Geschrieben am 22. Oktober 2009 Keine KommentareFinden Sie, dass die Adjektive oben in der Titelzeile etwas eigenartig anmuten? Das geht mir auch so, aber so will es die deutsche Rechtschreibung.
Adjektive in Verbindung mit Substantiven werden großgeschrieben, wenn sie zusammen einen Eigennamen bilden:
der Blaue Planet (= die Erde), die Dritte Welt, die Große Mauer, das Zweite Deutsche Fernsehen
Analog dazu wird auch bei Titeln und Ehrenbezeichnungen das Adjektiv großgeschrieben:
Ihre Königliche Hoheit, der Heilige Vater, der Regierende Bürgermeister, der Leitende BibliotheksdirektorGenau so verhält es sich bei historischen Ereignissen und Epochen:
der Zweite Weltkrieg, der Westfälische Frieden





