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Hitparade der sprachlichen Ärgernisse
Geschrieben am 5. August 2010 20 KommentareAuch im relativ entspannten Sommer kann ich die i-Tüpfelreiterei in Sachen Rechtschreibung nicht ablegen und ärgere mich am laufenden Band über sprachliche Grausamkeiten auf Websites, in Läden, auf Schildern etc. Ganz oben auf meiner persönlichen Aggressionsliste stehen falsch gesetzte Apostrophe bei Präpositionen plus Artikel, also etwa: *Vielen Dank für’s folgen bei Twitter. Nähere Infos dazu gibt es in diesem Beitrag.
Womit wir schon bei einem weiteren Fehler wären, der mich über alle Maßen ärgert: die Substantivierung. Während die Sache mit den Präpositionen und den Artikeln relativ leicht zu erklären ist, leuchtet die Substantivierung kaum jemandem ein, der/die sich wenig bis gar nicht mit Sprache auseinandersetzt. Werde mich wohl irgendwann daran gewöhnen müssen, dauernd Schilder mit *Kaffee zum mitnehmen zu lesen. Irgendwann, aber sicher nicht in absehbarer Zeit.
Wie geht es den werten Leserinnen und Lesern? Über welche sprachlichen Todsünden ärgert ihr euch am meisten?
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Antworten zu “Hitparade der sprachlichen Ärgernisse”

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Mit dem “fürs” hab ich jetzt was gelernt, das hatte ich bisher konsequent mit Apostroph geschrieben… Fehlende Substantivierungen sind ntürlich auch mir ein Graus. Weitere sprachliche Todsünden? Ich halte die Augen offen und denk drüber nach, schließlich liest man nur zu leicht darüber hinweg. Danke Dagmar, dass es diese Seite gibt!
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“Deppenapostroph” nennt man das doch, oder?
Mir ist oft die Verwechslung von “dass” und “das” ein Graus. -
Ich ärgere mich über die Verwendung des “&” als Sprachbaustein in Texten.
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jockie 6. August 2010 um 08:25
Neben dem Dauerbrenner „Deppen Leerzeichen“ ärgert mich das große W bei „Herzlich Willkommen“ unsäglich.
Oft hängt diese Plattitüde in monströsen Abmessungen über Gebäuden, Eingangsbogen und an Zufahrtsschildern, wurde also fürchterlich teuer produziert. Muss ich demnächst neben einem Rotstift also auch noch eine Leiter und eine Spraydose mit mir tragen? -
Mein „Lieblingsärgernis“ stammt zwar aus der Umgangssprache, aber auch dort sollte man sich ja wenigstens einigermaßen richtig ausdrücken. Es geht nämlich um die beliebten Abkürzungen „n/nen“ für „ein/eine“. Im Prinzip habe ich überhaupt nichts gegen diese Abkürzungen, aber richtig sollten sie schon verwendet werden. Die meisten scheinen zu denken, dass es nur die Form „nen“ gibt, die für alle Formen von „ein“ steht.
Wenn mich jemand „auf ‘nen Kaffee“ einladen möchte, sag ich nicht nein, aber „auf ‘nen Bier“ verzichte ich dann lieber dankend.
Und das liest man nicht nur, mittlerweile hört man es sogar - oder kommt nur mir das so vor?
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Zorro 13. August 2010 um 20:49
Thomas, du sprichst mir aus der Seele - diese Grausamkeit treibt mich ebenfalls in den Wahnsinn, und traurigerweise kommt auf 100 Menschen vielleicht einer, der in der Lage ist, diese Abkürzungen korrekt zu benutzen. (Und ich fürchte, selbst das war jetzt noch geprahlt.)
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Bettina 15. August 2010 um 11:08
Bin beim Sortieren meiner Mozilla-Lesezeichen wieder auf diese Seite gestoßen, hatte schon vergessen, dass es sie gibt. Aber genau so etwas brauche ich gerade: Austausch mit anderen, die ebenso fühlen.
Meine persönlichen Ärger-Favoriten:
1. Das schon erwähnte falsche Apostroph vor dem Genitiv-S
2. Der fehlende Bindestrich.
3. “Strasse” statt “Straße”. -
Stephensken 16. August 2010 um 09:29
Wenn man sich hier registriert, bekommt man diese Nachricht:
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“zu diesem Post”! Ich hasse denglisch! Wie wäre es mit: “zu diesem Beitrag”?
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Wobei “Strasse” in der Schweiz ja korrekt ist, weil sie bei ihrer Rechtschreibreform 2006 das ß gänzlich abgeschafft haben.
Infos darüber siehe http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9F#In_der_Schweiz_und_in_Liechtenstein
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Ich sehe das mit Anglizismen auch nicht so eng, zumal unsere deutsche Sprache aus sehr vielen Wörtern mit französischem, lateinischem und griechischem Ursprung besteht. Eine Sprache wächst, gedeiht und passt sich an. Das geht mal langsamer und mal schneller. Und ganz besonders im Internet sind alle Sprachen mit dem Englischen stark vermischt.
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@Stephensken: Achso, habe ich vergessen: Du solltest dann auch das Wort “E-Mail” nicht verwenden.
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Stephensken 16. August 2010 um 11:25
Wenn Du nochmal genau hinsiehst, dann erkennst Du, dass dieses Wort nicht von mir war, sondern zu dem Zitat gehörte!
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Das mit der “Strasse” statt “Straße” stört mich (zumindest außerhalb der Schweiz ;-)) auch. Genauso fürchterlich ist aber auch ein “STRAßE” statt “STRASSE” - so stand das früher sogar auf meinem deutschen Personalausweis.
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Stephensken 17. August 2010 um 07:17
Ja wie ist das denn überhaupt, wenn nur Großbuchstaben verwendet werden? Wird das ß dann tatsächlich durch SS ersetzt?
Ich könnte jedesmal einen Anfall kriegen, wenn ein Kollege “regelmässig” schreibt.
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Peter K. 11. November 2010 um 14:44
Gerade eben eingelangt.
Eine neue Schreibung der Uhrzeit: 12°25 bis 13°40.
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Dodenau 8. Januar 2011 um 18:24
„Sinn machen“ treibt mich zum Wahnsinn. Zunehmend leider mehrmals am Tag, sodass als Flucht nur Fernsehen, Radio, Zeitung und Internet zu meiden Sinn macht …äh …
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Karin Heese 5. August 2010 um 09:40