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Fröhliche Ostern!

Passend zur Jahreszeit beschäftige ich mich heute auf Anregung eines treuen Lesers mit dem anstehenden Osterfest. Ein Blick in den Dudenband 9 („Richtiges und gutes Deutsch”) offenbart, dass es zu diesem Thema einiges zu sagen gibt.

Fangen wir ganz vorne an: Im Allgemeinen wird Ostern als sächliches Substantiv im Singular aufgefasst. Wer mitgedacht hat, merkt, dass deshalb fröhliche Ostern nicht so recht passen kann. Das liegt daran, dass in bestimmten Wendungen wiederum der Plural üblich ist, wie etwa auch in folgendem Beispiel: Weiße Ostern sind zu erwarten. Sprachhistorisch ist das Wort Ostern ein Plural, weil sich das Osterfest über mehr als einen Tag erstreckte.

Als weibliches Substantiv ist Ostern laut Duden kaum gebräuchlich: Letzte Ostern war verregnet. Anscheinend wird Ostern in Norddeutschland gelegentlich auch als männliches Substantiv verwendet: letzten Ostern. Kann das jemand bestätigen?

Überwiegend wird Ostern ohne Artikel verwendet.

Nun aber zur weit schwierigeren Frage, ob es bei der zeitlichen Angabe zu Ostern, an Ostern oder schlicht Ostern heißen muss. Beispiele:

An Ostern lerne ich für meine Anwaltsprüfung.
Zu Ostern lerne ich für meine Anwaltsprüfung. 
Ostern lerne ich für meine Anwaltsprüfung. 

Richtig sind alle drei Varianten. Der Gebrauch schwankt laut Duden regional. Angeblich ist zu Ostern eher in Norddeutschland üblich, während süddeutsch (und damit auch in Österreich) überwiegend an Ostern gebräuchlich ist. Meiner bescheidenen persönlichen Meinung nach, die natürlich gar nicht repräsentativ ist, ist es eher umgekehrt. Wie seht ihr das?

Auf jeden Fall wünsche ich euch allen schöne Feiertage und viel Erfolg beim Ostereiersuchen!